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Fantomas, der Superverbrecher ist bei uns vor allem durch die Trilogie mit Louis de Funes und Jean Marais bekannt. Poppige 60s-Style Comedy-Filme mit einem etwas überforderten Kommissar Juve (de Funes).
Die Figur des Fantomas stammt aus den Romanen von Marcel Allain (1885 -1970) und Pierre Souvestre (1884 - 1914).

Ähnlich den amerikanischen Pulps erschienen ab 1911 500 Geschichten und 43 Bücher in Frankreich. Allain war auch an der Erschaffung weiterer Mystery Men in Frankreich beteiligt. Als Kontrast zu seinen Bösewichtern wie Fantomas oder The Vampires enstand der Superheld Judex.

Aber zurück zum späteren Meister der Masken. Im Gegensatz zum späteren Latexgesicht, war er Anfangs ein Gentleman im Anzug, vergleichbar mit dem Radio-Serial-Charakter The Shadow (die Mystery Men werden in Frankreich als Shadowmen bezeichnet), der mit Terror die Ordnung zerstören will.Somit soll der Charakter die Anarchie als eines Mittel der Zerstörung darstellen.
Seinen ersten Leinwandauftritt hat er durch den Schauspieler René Navarre in fünf Serials von 1913 bis 1914. In den Zwanzigern nahm sich dannach auch der US-Markt durch 20th Century Fox der Figur an und produzierte 1920/21 ein 20-teiliges Serial.



Fantomas in den 20ern 40ern 60ern
1932 folgten dann Tonfilme mit Jean Galland, 1946 mit Marcel Herrand und 1948 "Fantomas contre Fantomas" mit Maurice Teynac in der Hauptrolle.
1937 wurde erstmals und einmalig ausserhalb Frankreichs, in Mr. Fantomas, ein Kurzfilm gezeigt. Geschrieben von Ernst Moerman entstand er in Belgien.

Mr. Fantomas
1964, 65 und 66 kam dann Farbe, Witz und Funes ins Spiel. Angespornt durch die Bondfilme, wurde Fantomas mit vielen Gadgets und Action ausgestattet. So einen Bösewicht ließ selbst 007s Gegner blass aussehen.
Auch im deutschem TV zu sehen war die 4-teilige Fernseh-Serie mit Helmut Berger in der Hauptrolle, eine französisch-deutsche Coproduktion, die sich allerdings wieder mehr an den Roamen orientierte und auch in der zeit angeordnet war.

Helmut Berger
Die Figur des Fantomas hat massgeblich die Entstehung des italienischen Superkriminellen Diabolik beeinflusst. Dieser wiederum ist der Vater der Superschurken Kriminal, Kilink, Satanik, Sadistik und aktuell des Wixxers aus der gleichnahmigen deutschen Edgar Wallace-Parodie. Weibliche Pendants waren Satanik, Fantoma und Disi Killing. Auch der Koreanische K-20 ist ein Enkel von Fantomas.





Satanik Kilink Der Wixxer K-20 Sadistik
Diabolik schliesst dann auch wieder den Kreis. In Mexico wurden in den 60ern Fantomas-Comics veröffentlicht, in denen der Anti-Held vom Aussehen und auch Charackter mehr dem italienischen Pendant ähnelte als dem französischen Original.

Fantomas in Mexico

mexikanischer Wrestler mit Namen Fantomas
Die jüngste Reinkarnation hat der Bösewicht in Berlin. Ein Musical wurde 2009 im Rabenhof-Theater aufgeführt.
Episode Guide Fantomas:
Fantomas, Serial 3 Folgen, 1913 s/w
Juve contre Fantomas, Serial 4 Folgen, 1913 s/w
Le mort qui tue, Serial 6 Folgen, 1913 s/w
Fantomas contre Fantomas, Serial 4 Folgen, 1913 s/w
Le faux magistrat, Serial 4 Folgen. 1914 s/w
Fantomas, Serial 20 Folgen, 1920/21 s/w (USA)
Fantomas, 1932 s/w
Mr. Fantomas, 1937 s/w (Belgien)
Fantomas, 1946 s/w
Fantomas contre Fantomas, 1948 s/w
Fantomas, 1964
Fantomas Sè Dechaine, 1965
Fantomas contre Scotland Yard, 1966
Fantomas, TV-Serie, 1979 (F/D)
1. L'Echafaud magique
2. L'Entiente du diable
3. Le Mort qui tue
4. Le tramway fantome
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