Das war die große Sensation im Jahre 1978: Superman kommt auf die große Leinwand und er kann "tatsächlich" fliegen. Christopher Reeve war fast schon göttlich als Besetzung. Schon bei den ersten Bildern wurde man direkt an die große Zeit des Curt Swan erinnert, als wenn Superman direkt aus den Comics geflogen wäre. Dementsprechend war es auch ein sensationeller Erfolg. Die Salkinds selbst waren von dem Erfolg scheinbar wenig überrascht gewesen. Der zweite Teil kam zwar erst 1980 in die Kinos. Beide Filme wurden aber zur gleichen Zeit gedreht. Das dadurch auch eine menge Geld gespart wurde, war sicherlich auch in Hintergedanke. trotzdem gab es Probleme mit Superman 2.

Brando im Richard Donner Cut
Zum einen fühlte sich Jor-El-Darsteller Marlon Brando sichtlich falsch behandelt, und das obwohl die Diva für die Zeit, die er im Film tatsächlich auftauchte, fürstlich entlohnt. Zum anderen waren die Produzenten mit Richard Donners (Regisseur des ersten Films) Version nicht zufrieden. daraufhin wurde Richard Lester mit einer neuen Versíon beauftragt, Jor-El aus dem Film entfernt. 2006 durfte Richard Donner dann doch noch seine, wesentlich längere, Version veröffentlichen. So gibt es vom zweiten teil 2 offizielle Versionen.

Tayfun Demir als Superman/Clark Kent
Aber auch der original Film ist mehr als einmal zu bewundern. Ein Jahr nach dem Debüt Reeves, entschied ein eifriger Produzent in der Türkei Superman zurück zu holen. Süpermen Dönüyor (The Return of Superman9 ist das billigste,w as geraus zu holen war. Die Geschichte wird einfach noch mal erzählt, die Spezialeffekte mit den günstigsten zu findenden Möglichkeiten umgesetzt und das ganze wird dann einfach mal in die Türkei mit Türkischen Schauspielern transportiert. das Superman immer noch Clark Kent heißt, ist da schon verwunderlich. Auch in Bollywood sind Lizenzrechte ein Fremdwort. Der vermutlich 1989 veröffentlichte Film Superman ist abermals ein Remake und die Qualität der Türken war noch zu unterbieten. Mit einer Länge von über 2 Stunden, natürlich wird viel gesungen und getanzt, ist dieser Film schon eine Tortur. Doch nicht nur, das Clark jetzt Shankar heißt und in Indien landet ist eine Frechheit. Nein, der Regisseur hat auch große Teil des Original-Films in seinen montiert.
Nun denn, auch die Salkinds waren untriebig. 1983 kam der dritte Teil, Lex Luthor war ja im Knast und Lester entschied sich für Comedy. Der Stern begann zu sinken.
1984 wurde dann Kara Zor-El auf die Leinwand gebracht. Ein Zusammenhang zu ihrem Cousin wurde gar nicht erst hergstellt, trotzdem gilt er als fünfter Teil der Reihe. Mit The Quest for peace gab es dann nur noch einen Abgesang und ertsmals eine Superschurken im Kostüm. Das rettete das Franchise aber nicht mehr.
Die Salkinds gingen zum Fernsehen und brachten Superboy in Serie.
Über die Jahre gab es immer wieder Ideen das Franchise neu zu beleben. Selbst Supermanfan und Comicsammler Nicolas Cage wurde ins Gespräch gebracht. Erst 2006 kam Superman zurück. Regisseur Brian Singer wollte aber das Origin nicht noch einmal erzählen und entsann eine Geschichte, in der Superman einfach 12 Jahre weg war und auf die Erde zurück kehrt. Mit Brandon Routh wurde ein, etwas zu jung geratener, Ersatz gefunden, die Filmmusik der ersten übernommen und auch die Festung der Einsamkeit stand wie in den 80ern. Es gab nur ein paar Kontinuitätsprobleme, für Superman-Leser nichts neues. Denn Ma Kent, die im vierten Teil verstarb, lebte wieder. So muß man die serie in zwei verschiedenen Zeitlinien betrachten. Wer also die Original-Serie sehen möchte, sollte bei Teil 4 aufhören. Die andere zeitlinie beginnt zwar auch mit dem ersten Film, wird dann mit dem Richard Donner Cut des Zweiten weiter verfolgt und Superman Returns ist dann der Abschluß einer Trilogie.
Leider war auch die Rückkehr nicht der Blockbuster. Zu groß war die Konkurrenz im Superhelden-Filmgeschäft und die Ansprüche mittlerweile wesentlich höher als noch 1979. So wird es ziemlich unwahrscheinlich, daß Supermans Sohn in die Fußstapfen des Vaters treten wird. Hätte eine gute Idee werden können.
Superman - The Movie, 1978
Süpermen Dönüyor (Remake von Superman-the Movie), T 1979
Superman II, 1980
Muppet Show mit Christopher Reeve, USA 1980
Fortress of Solitude, SNL Sketch, USA
Krypton Survived, SNL Sketch, USA
Superman III. 1983
Supergirl, 1984
Superman IV - Quest for peace, 1987
Superman (Remake von Superman-the Movie), I 1989 (?)
Superman II - The Richard Donner Cut, 2006
Superman Returns, 2006

Christopher Reeve
5.9.1952 - 10.10.2004